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Nachrichten, die andere verschweigen

Zuckerberg: Mark allmächtig! Wer auf dem Gipfel steht, steht am Abgrund!

Facebook ist vielleicht der größte Zuckerberg der Welt. Irgendwann gibt’s Regen – und selbst der größte Zuckerberg löst sich auf.

Wer generische Begriffe, wer normale Wörter einer Sprache schützen lässt, könnte sich eines Tages den Zorn der Menschen zuziehen. Und schon macht Facebook nicht mehr so viel Spass, wie heute …

Stellen Sie sich vor, Sie müssen Herrn Zuckerberg Lizenzgebühren bezahlen, weil Sie die Worte „Gesicht“ und „Buch“ benutzen! Wie viele würden das tun?

Wie weit es Menschen mit Allmachts-Phantasien gebracht haben, lehrt uns die Geschichte.

Amplify’d from www.intern.de
Facebook vereinnahmt „Book“
Facebook sorgt in den USA wegen einer übertrieben scheinenden Schutzmaßnahme für negative Schlagzeilen. Wegen des Wortbestandteils „book“ im Namen der Lehrer-Website „teachbook“ verlangt Facebook von dem noch jungen Unternehmen die Aufgabe des Namens sowie der Domain teachbook.com.

Welche Erfolgsaussichten die bereits angedrohte Klage haben würde, ist
gar nicht so einfach zu sagen. Zwar fällt es schwer, aus dem
Namensbestandteil Book eine Verwechslungsgefahr abzuleiten. Doch
Facebook kann inzwischen als überragende Marke bezeichnet werden und
eine Website für Lehrer mit verschiedenen Formen der Interaktion könnte
man auch als soziales Netzwerk für Pädagogen bezeichnen.Also würde es sich um einen ähnlichen Dienst wieFacebook handeln.

Dennoch wollen
sich die Betreiber der Herausforderung stellen und es auf eine Klage
ankommen lassen. Ein anderes Startup, ein Tourimus-Angebot, das sich
Placebook nennen wollte, hat bereits vor Wochen ein Anwaltsschreiben von
Facebook erhalten und danach widerstandslos den Namen geändert. Ganz
unbekannt sind solche Allmachts-Phantasien auch von anderen Unternehmen
nicht. Das Auktionshaus eBay hat beispielsweise in der Vergangenheit
auch die Nutzung des Begriffs „Bay“ durch andere Shop-Angebote
untersagt.

Doch im Fall des häufig gebrauchten Wortes „Book“, das
ähnlich wie im Deutschen nicht nur „Buch“, sondern auch „buchen“
bedeuten kann, dürfte die Zahl der Wortkombinationen noch wesentlich
höher sein als bei „Bay“. Das scheint Facebook allerdings nicht zu
schrecken. Vielmehr hat techCrunch entdeckt, dass Mark Zuckerbergs
Unternehmen inzwischen auch einen Markeneinträge für „Face“ und „Like“
beantragt hat. Man will also auch diese generischen Begriffe nach
Möglichkeit durch Markenschutzrechte vereinnahmen.

Das wird sehr
schwierig, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das sieht man
ja am Beispiel der Firma Ferrero, die es selbst nach einem in allen Instanzen verlorenen
Streit um die Domain kinder.at sowie einer Niederlage vor dem
Bundesgerichtshof nicht aufgibt, den nicht schützbaren Begriff „Kinder“
in den Vordergrund ihrer Markenpolitik zu stellen. Warum sollte Facebook
es anders halten?

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27/08/2010 - Posted by | ALLE | , , , , , , , , , , ,

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