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Kindes-Missbrauchs-Internat Odenwaldschule verweigert Entschädigungszahlungen an Opfer

Perverser geht es nicht mehr: Die Odenwaldschule will die Opfer mit Spenden entschädigen, die eine Stiftung einsammeln soll. Geld aus dem Schulvermögen soll nicht fließen.

Ich bin dafür, dass diese Schule geschlossen wird. Sie hat ihr Existenzrecht verwirkt.

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Missbrauchsskandal

132 Opfer an Odenwaldschule

Die Zahl der Missbrauchsopfer an der Odenwaldschule ist höher als bisher angenommen. Laut einem am Freitag präsentierten vorläufigen Abschlussbericht waren 132 Schüler betroffen.

 

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Am Freitag wurde der vorläufige Abschlussbericht über den sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule in Heppenheim vorgelegt: Nach Angaben der Juristinnen Brigitte Tilmann und Claudia Burgsmüller wurden insgesamt 132 Schüler in den Jahren von 1965 bis 2004 Opfer sexuellen Missbrauchs. „Doch das sind nicht alle, die Dokumentation bleibt unvollständig“, hieß es bei der Präsentation. Mit dem Bericht steigt die Zahl der Opfer an, zuletzt war von rund 125 Opfern die Rede gewesen.

Die Taten liegen meist Jahrzehnte zurück. Die Staatsanwaltschaft hat gegen rund ein Dutzend Lehrer ermittelt, die Verfahren aber meist wegen Verjährung eingestellt. Auch wegen ihrer Erfahrungen in der Untersuchung forderten die beiden Juristinnen am Freitag die Aufhebung strafrechtlicher Verjährungsfristen. „Bisher war ich gegen eine Fristverlängerung“, sagte Tilmann. „Das hat sich durch die Arbeit am Abschlussbericht geändert.“

 

Streit um Entschädigung

Der Skandal war Anfang März an die Öffentlichkeit gekommen, als das Elite-Internat seine Feiern zum 100. Geburtstag vorbereitete. Die sexuellen Übergriffe an der Reformschule sollen sich von 1966 bis in die neunziger Jahre ereignet haben. Als Haupttäter wird der inzwischen verstorbene Schulleiter Gerold Becker vermutet.

Die immer neuen Enthüllungen sorgten für den Rücktritt des Vorstands der Reformschule. Doch auch mit einer neuen Führungsspitze kam das Internat nicht zur Ruhe: Ende November traten zwei Vorstandsmitglieder im Streit um Entschädigungszahlungen für die Opfer zurück. Die Odenwaldschule will die Opfer mit Spenden entschädigen, die eine Stiftung einsammeln soll. Geld aus dem Schulvermögen soll nicht fließen. Opfervertreter kritisierten das scharf.

 

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17/12/2010 - Posted by | ALLE | , , , ,

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