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Nachrichten, die andere verschweigen

Zum Teufel mit Atom-Mafia, Merkel & Co.

Unsere käuflichen Poltiker spielen mit dem Leben der Bevölkerung.

Wie lange noch?

Jagt sie ALLE zum Teufel! Das Land muss erneuert werden, sonst bringen sie uns und unsere Kinder um.

Die größte Gefahr für uns sind unsere käuflichen Politiker.

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Monitor Nr. 619 vom 07.04.2011

Riskante Manöver:

Luftkampf überm Atomkraftwerk

1. Anwohnerin: „Ja, das war abends, so ca. um 8.00 Uhr rum. Auf einmal denke ich, was brummt da draußen, was schwirrt da draußen?“

1. Anwohner: „Die sind am Rhein raufgekommen, sind runter und wieder drüben hinauf und Schleifen gedreht.“

2. Anwohner: „Teilweise im Sturzflug, und dann in der Kurve wieder hoch.“

2. Anwohnerin: „Ich dachte, die machen einen Luftkampf da oben.“

3. Anwohnerin: „Also die sind so angriffslustig da drüber, mir ist das Herz bald in der Hosentasche hängengeblieben.“

Der Schock sitzt auch vier Monate später noch tief. Es war Abend, als am 13. Dezember über dem Atomkraftwerk Grafenrheinfeld in Unterfranken der Luftkampf geübt wurde. Zuvor waren in Spangdahlem in der Eifel vier US-Kampflugzeuge vom Typ A-10 Richtung Grafenrheinfeld gestartet. Ihr Auftrag – so die US-Luftwaffe – mit Übungsmunition, den Luftkampf trainieren. Die deutschen Behörden bestätigen, die Kampfjets sind dabei um das Atomkraftwerk gekreist, eine dreiviertel Stunde lang. Es war nicht das erste Luft-Manöver, hier am Himmel über dem AKW. Das erzählt uns auch Oskar Heck.

Reporter: „Haben Sie die zunächst nur gehört, die Flugzeuge?“

Oskar Heck: „Ja, ja.“

Erst vor wenigen Tagen sei wieder ein Kampfjet am Kraftwerk vorbei geschossen. Doch im Dezember, da sei es besonders extrem gewesen.

Oskar Heck: „Ich hab wirklich gedacht, das ist ein Ernstfall, da haut einer rein. Hab ich wirklich gedacht. Ich hab direkt darin so gezittert.“

So ging es wohl vielen Menschen rund ums AKW. Etwa 70 Bürger meldeten sich allein in jener Nacht besorgt bei der Polizei. Und der Gemeinderat im benachbarten Schwebheim beschloss einstimmig, der Bürgermeister solle sich bei der Kanzlerin in Berlin beschweren, schriftlich.

Hans Fischer, Bürgermeister Schwebheim: „Mein Ziel war, dass diese Übungsflüge eingestellt werden.“

Reporter: „Warum müssen die Ihrer Meinung nach eingestellt werden?“


Hans Fischer, Bürgermeister Schwebheim Rechte: WDR
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Hans Fischer, Bürgermeister Schwebheim

Hans Fischer, Bürgermeister Schwebheim: „Also die Frage ist ja schon fast strafbar. Es steht zwar immer in den Berichten der Kernkraftwerksbetreiber, dass diese Anlagen gegen Flugzeugabstürze gesichert sind, ich zweifel das erst mal an. Und zweitens: wir haben ja jetzt gesehen in Japan, im Nachhinein, dass es nicht unbedingt das Containment sein muss, was gleich kaputt geht. Wenn das in die Leitzentrale irgendein Unfall ist, und diese ganze Steuerung fällt aus, dann haben wir ja jetzt gesehen, was passieren kann.“

Auf die Antwort von der Kanzlerin wartet Bürgermeister Fischer noch. Uns will er etwas zeigen. Auf dieser Wiese, in Sichtweite zum Kraftwerk Grafenrheinfeld.

Hans Fischer, Bürgermeister Schwebheim: „Wir haben 1984 einen Absturz gehabt, ein britischer Tornado. Das war Hirschfeld. Da hinten sieht man den Kirchturm von Heidenfeld, also da hinten ist er runtergefallen. Das sind drei Kilometer. Also das ist nicht irgendwas, was nicht passieren kann, sondern das ist ja tatsächlich ja schon passiert. Wir haben zwischenzeitlich ein Brennelemente-Zwischenlager da. Ob das eine bessere Betonschale ist, wenn was drauffällt? Also die Leute haben Angst.“


Luftkampfübungen überm AKW Rechte: WDR
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Luftkampfübungen überm AKW

Luftkampfübungen überm AKW, hier in der Computer-Animation. Grafenrheinfeld muss auch in Zukunft mit echten Kampfjets leben, stellt das Verteidigungsministerium klar. Vorgeschriebener Flug-Abstand zum AKW: 600 Meter nach oben, 1.500 Meter zur Seite. Daran hätten sich auch die Amerikaner gehalten. So das Ministerium. Und die Menschen am Boden?

Anwohner: „Das Verteidigungs-Ministerium, die machen sich das leicht. Ja, die haben ihren Abstand gehalten und es werden weiterhin die Flüge geflogen.“

Anwohnerin: „Und von wegen, sie sind nicht drüber geflogen, die sind drüber geflogen. Wenn Sie eine Höhe geflogen sind dann, aber das macht ja auch nichts. Ein toter Vogel fällt auch hinein, oder? Ob er höher fliegt oder niedrig.“

Wir wollen wissen, was man im Kraftwerk über die Luftkampfübungen denkt. Doch kein Interview. Sonst aber betont der Betreiber „eon“ stets, sei das AKW Grafenrheinfeld, als eines der relativ modernen im Land gegen den Absturz eines Kampfjets geschützt. Dank der dicken Betonwände. Diese Aussage fußt auch auf solchen Tests aus den 80er Jahren. Ein Phantom-Kampfjet wird auf eine Betonwand katapultiert. Die Wand hält Stand, wird nicht durchbrochen. Soweit der Test. Und wenn es tatsächlich so weit kommt? Wirklich keine Gefahr?


Lothar Hahn, ehem. Vorsitzender Reaktor-Sicherheitskommission Rechte: WDR
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Lothar Hahn, ehem. Vorsitzender Reaktor-Sicherheitskommission

Lothar Hahn, ehem. Vorsitzender Reaktor-Sicherheitskommission: „Ich würde glauben, dass die Mauern dick genug sind, die Betonhöhe dick genug ist, um eben einem Standard-Absturz standzuhalten. Man muss es ja nicht provozieren, es gibt ja noch induzierte Erschütterungen, Kerosinbrände, Abstürze auf Nebengebäude. Das alles kann die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigen.“

Seltene Bilder eines gar nicht so seltenen Ereignisses. Ein Tornado-Kampf-Jet kommt ins Trudeln, stürzt ab. Die Piloten zünden den Schleudersitz. Vor Fukushima hieß es: Für die moderneren AKW sei ein solcher Absturz keine Gefahr. Jetzt lässt die Bundesregierung erneut prüfen, ob das so stimmt. Die Bundesregierung prüft. Die Bundesluftwaffe fliegt. Auch in Sichtweite von Atomkraftwerken. Ein Bundeswehr-Tornado im Tiefflug; mit über 200 Meter pro Sekunde. Im Hintergrund die Kühltürme des AKW Emsland. Keine Flugminute vom AKW entfernt das Ziel des Tornados. Der Bombenübungsplatz Nordhorn der Bundeswehr. Im letzten Jahr gab es hier mehr als 1.500 Zielanflüge. Und das nahe gelegene Atomkraftwerk Emsland? Wirklich gegen einen Kampfjet-Absturz geschützt? Die Zweifel in der Region werden lauter.

Friedrich Kethorn, Landrat Grafschaft Bentheim: „Ich hab immer auf diese Aussage vertraut, ja. Nur wir haben auch auf die Aussagen vertraut, die Kernkraftwerke in Japan sind Tsunami-sicher, sind erdbebensicher. Und nun sehen wir das grauenvolle Ereignis in Japan. Und insofern kann ich nicht mehr ganz vertrauen. Und daher denn auch die Forderung sofort zu schließen.“

Während sie in Nordhorn und Grafenrheinfeld auf Reaktionen aus Berlin warten, ist es vergangenen Freitag wieder passiert. In der Eifel stürzte ein US-Jet ab. Der Pilot konnte sich retten. Die Maschine: eine A-10. Das sind genau die Jets, mit denen die Amerikaner den Luftkampf über dem AKW Grafenrheinfeld trainiert haben.

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17/04/2011 - Posted by | ALLE | , ,

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