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Nachrichten, die andere verschweigen

Neue Religion: SCHWUL ?

Der Bericht „Politisch korrekter Weg in den Totalitarismus: Schwulsein als religiöses Bekenntnis“ sollte uns zu denken geben.

Tipps für Christen:

Was sagt Gott über Schwule und Lesben?
http://bibelmail.de/?p=31

Neues Rekrutierungsfeld für Homosexuelle: Die staatlichen Schulen.
http://bibelmail.de/?p=32

Ist Homosexualität “Geistesstörung”?
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-87-ist-homosexualitat-geistesstorung/

Medical Consequences of What Homosexuals Do
http://www.familyresearchinst.org/2009/02/medical-consequences-of-what-homosexuals-do/

Was verschweigt der Papst den Schwulen und Lesben?
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-194-was-verschweigt-der-papst-den-schwulen/

“Katholische Kirche ist größte transnationale Schwulenorganisation” Hier ist der Beweis:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,386709,00.html

Schwule, Lesben und zölibate Priester sterben nie mehr aus
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-233-schwule-lesben-und-zolibate-priester-sterben-nie-mehr-aus/

Wie entstand der Zölibat?
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-22-wie-entstand-das-zolibat/

Welche Folgen hatte der Zölibat?
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-23-welche-folgen-hatte-das-zolibat/

Wie man falsche Bischöfe und Priester sofort entlarvt?
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-208-wie-man-falsche-bischofe-und-priester-sofort-entlarvt/

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Ein Beispiel für rapide verschwindende Toleranz

Vergangene Woche wurde es auch dem gesellschaftlich stets
liberal auftretenden Schweizer Magazin „Weltwoche“ zu bunt: „Es ist ein
irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art
Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer
bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl.
Wie in allen Glaubenssystemen gilt auch hier: Wer die Stirn runzelt, gehört
nicht dazu. Die Schwulenparty will nicht gestört werden.“

Der das schreibt ist kein notorischer Schwulenhasser. Der
Autor Philipp Gut war vielmehr genervt von den jüngsten Umtrieben bei der
Euro-Pride in Zürich: „Riegelt man für diskriminierte Minderheiten ganze
Innenstädte ab? Das Hochamt der internationalen Homogemeinde dauerte vom 2. Mai
bis zum 7. Juni, länger als einen Monat. Dabei überboten sich öffentliche Hand
und private Sponsoren mit Unterstützungsleistungen. Entsprechend ging der Dank
der Veranstalter an unzählige Stellen: ans Stadtpräsidium, an den Stadtrat, das
Präsidialdepartement, das Polizeidepartement, das Amt für Bewilligungen, die
Elektrizitätswerke, an Grün Stadt Zürich, die Wasserwerke, das Tiefbauamt, an
Schutz und Rettung, die Zürcher Aids-Hilfe, an Zürich Tourismus sowie an den
Regierungsrat, die Kantonalverwaltung, den Lotteriefonds (er überwies 100.000
Franken), die Standortförderung und die Greater Zurich Area. Unter den
Sponsoren waren British Airways, Campari, Coca-Cola, Nivea, Red Bull, die SBB
und andere mehr. Zum Kult um die Schwulen gehört die Anbiederung.“

Dabei hat Gut „nichts gegen persönliche Vorlieben, aber
die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte.“ Und die Toleranz
schwindet. Gut schreibt: „Der Staat fördert sie, die Gesellschaft buhlt um ihre
Gunst. Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen
ist. Und vor allem, worüber man nicht sprechen darf. Der Punkt scheint
erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäußerungsfreiheit
ins Intolerante kippt. Jüngstes Beispiel ist der Fall von Carrie Prejean, die
den Titel einer Miss California wegen kritischer Äußerungen zur Homoehe abgeben
musste.“

Die von Gut ausgemachte „Homosexualität als Religion“
nimmt zuweilen skurrile Züge an: „Im Zürcher Zoo fanden Führungen zu schwulen
Tieren statt. Die SP, die Partei der lesbischen Stadtpräsidentin Corine Mauch,
warb mit dem Zungenbrecherspruch ‚Wir sind Partei für lesBischwule Anliegen’.
Besonders hervor tat sich die Stadtpolizei. Sie schaltete ganzseitige Inserate,
die rosa gepolsterte Handschellen zeigten. Darunter der Text: ‚Willkommen zur
Euro-Pride 2009. Wir sorgen für Sicherheit, damit Zürich eine weltoffene,
tolerante Stadt bleibt.’“ Und, so Gut, „bei solchen Auftritten ließ es die
Stadtpolizei nicht bewenden. Unter ihrem Patronat führte Pink Cop, der Verein
homosexueller Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz, eine internationale
Fachtagung durch. Der Titel hieß, so selbstredend wie selbstbezogen: ‚Polizei
und Homosexualität’. Die schwulen Ordnungshüter fordern, ‚dass alle Schweizer
Polizeikorps’ das Thema ‚Homosexualität in den eigenen Reihen bereits in der
Grundausbildung behandeln – wie es die Stadtpolizei seit Jahren betreibt’.“

Die rosa Ideologie der Homosexualität ist zum Spiel ohne
Grenzen geworden. „Selbst vor Kindern und Schulen“, so Gut, „machen die
schwulen Pressure-Groups nicht halt. ‚Die Schule ist ein Ort, an dem
Homosexualität nur beschränkt Zutritt hat – vielleicht eine letzte
heterosexuelle Bastion?’, klagten die Initianten der Euro-Pride. ‚Die
Thematisierung von Fragen zur sexuellen Orientierung’ müsse ‚sowohl mit der
allgemeinen Sexualerziehung als auch fächerübergreifend im jeweiligen Kontext
in allen Altersstufen behandelt werden’. Von der Unterstufe bis zum Militär,
vom Erstklässler bis zum Armeeoffizier: Homosexualität soll lebensbegleitender
Pflichtstoff werden.“

Geradezu ein Gemeinplatz, so Gut, sei „es geworden, dass
der schwule Lifestyle weite Teile des öffentlichen Lebens dominiert. ‚Beim
Schweizer Fernsehen sind Homosexuelle im Vorteil’, titelte der ‚Blick’ vor zwei
Jahren. Und verwies auf schwule Moderatoren wie Kurt Aeschbacher, Sven Epiney,
Patrick Rohr, Charles Clerc, Dani Fohrler und Christian Franzoso. Das Magazin
widmete den Homosexuellen eine Doppelnummer. ‚Wir werden alle immer schwuler’,
wurde festgestellt. Schwule Kultur habe ‚nicht nur die Hoheit in Mode- und
Designfragen, schwule Kultur hat uns heterosexuelle Männer (und Frauen) in fast
allen Lebensbereichen beeinflusst’.“

Dirk Bach, Hape Kerkeling, Patrick Lindner, Thomas
Hermanns, Hella von Sinnen, Anne Will, Ramona Leiß, Dunja Hayali – auch im
deutschen Fernsehen ist Homosexualität heute alles andere als eine Karrierebremse.
Aus der deutschen Politik – Ole van Beust (CDU), Klaus Wowereit (SPD), Guido
Westerwelle (FDP), Volker Beck (Grüne) – grüßt die ganz große schwule Koalition
längst nicht mehr von den Hinterbänken.

Homosexuelle sind dabei tendenziell vor Kritik geschützt.
Der Lesben- und Schwulenverband LSVD ist beinahe ebenso sakrosankt wie der Zentralrat
der Juden oder die feministische Ikone Alice Schwarzer. Allenfalls von
Angehörigen derselben Minderheit, etwa von Henryk M. Broder oder Charlotte
Roche, wird moderate Kritik geduldet. Andere Ketzer sind per Definition
homophob, antisemitisch oder frauenfeindlich. Es existiert kein deutsches
Mainstreammedium, das diese politisch korrekten Grundvorgaben und Tabus nicht
beachtet.

All das hat Konsequenzen für die wenigen, die dennoch nicht
mitspielen. Zuletzt durfte erneut die traditionskatholische Piusbruderschaft ihre
Erfahrung sammeln. Die Grünen haben letzte Woche eine Beobachtung der Brüder
durch den Verfassungsschutz gefordert. Und natürlich wissen sie, dass eine
solche geheimdienstliche Überwachung des Lebens der Anderen nur die Vorstufe zum Verbot ist.

Meinungen jenseits den Vorgaben der PC-Religion werden
nicht mehr geduldet. Volker Beck begründet dies mit der „unchristlichen und
menschenverachtenden und unerträglichen Hetze der Piusbruderschaft gegen
Homosexuelle“. Die Bruderschaft stehe „außerhalb des demokratischen
Rechtsstaates“, urteilt der Schwulen-Lobbyist scharf. Die Organisatoren des Christopher
Street Days in Stuttgart haben inzwischen sogar Strafanzeige gegen die Piusbruderschaft gestellt.
Man sei „geschockt“ über die „neue, unhaltbare Dimension der Hetze gegen
Schwule und Lesben“, sagte der CSD-Leiter Christoph Michl gegenüber dem „Focus“.
Die Piusbruderschaft, so Michl, betreibe „eine ganz neue Form der
Auseinandersetzung, die eindeutig den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt“.

Die Erleichterung, endlich wieder Opfer spielen zu
dürfen, ist deutlich spürbar. Und seien es auch nur ein paar Piusbrüder als „Bedrohung“. Vorausgegangen
war deren Protestaufruf in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt gegen den Christopher
Street Day in Stuttgart. Darin hieß es: „Wie stolz sind wir, wenn wir in einem
Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die
sagten: ‚Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!’ Ebenso muss es heute wieder
mutige Katholiken geben.“ Dabei wiesen die Traditionalisten auf die
Verunglimpfung christlicher Symbole beim letzten Homosexuellen-Umzug hin, der
unter dem Motto „Ich glaube“ gestanden hatte: „Dem Zug voran fuhr eine Frau,
die hämisch grinsend als Päpstin verkleidet den Segen des heiligen Vaters
nachäffte, auf einem Wagen waren halbnackte Frauen an ein Kreuz gestellt“, so
die Piusbruderschaft. Dagegen müsse nun demonstriert werden: „Noch gibt es ein
Grundgesetz, das auch für Katholiken gilt! Auch wir haben Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit,
und noch gilt der Artikel 4 des Grundgesetzes: ‚Niemand darf wegen seiner
religiösen Überzeugung benachteiligt werden!’“

Volker Beck und mit ihm die gesamte deutsche Presse warf daraufhin
der kleinen Piusbruderschaft vor, „die Opfer des Naziregimes beleidigt“ zu
haben: „Tausende von Homosexuellen waren während des Dritten Reiches in
Konzentrationslagern inhaftiert und sind ermordet worden.“

Was er nicht sagt: Keine andere Wählergruppe hat dem
Nationalsozialismus 1933 so zahlreich widerstanden wie ausgerechnet die
traditionalistischen Katholiken. Und er verschweigt, dass Schwule nicht nur
Opfer, sondern auch Täter waren. Vor allem im „Schwulenverband SA“, als den die
Münchener Presse vor der Machtergreifung die braunen Schlägerbanden Adolf Hitlers
um den Knabenfreund Ernst Röhm ausgemacht hatten.

Doch der Aufschrei der Politisch Korrekten ob der
Analogie zum Widerstand gegen das Naziregime hat tiefere Gründe, welche bereits
im Zusammenhang mit dem öffentlichen Aufschrei über Pius-Bischof Williamson
offenbar wurden. Auch hier ging es um das Verbot falscher Auffassungen und
damit um das Kenntlichwerden des neuen totalitären Ansatzes.

Schauen wir uns dazu eine vermeintlich nebensächliche
Meldung der vergangenen Woche an: Die Mainstreammedien berichteten plötzlich ausführlich
über die kleine Piratenpartei, die mit einem Achtungserfolg bei der Europawahl abgeschnitten
hatte und sich nun, vertreten auch durch einen Parteiwechsler im Bundestag, höhere
Ziele setzt. Jetzt aber hat die Politische Klasse auch bei den Piraten einen
vermeintlichen Nazi ausmachen können – das reicht gewöhnlich zum Abschuss. Der
vermeintliche Teufel unter den Seeräubern, Bodo Thiesen, gab eine Erklärung ab,
die zeigt, dass es ihm in Wirklichkeit um die bedrohte Meinungsfreiheit geht,
etwa wenn er für Versammlungsrechte auch für politische Minderheiten eintritt. Zu
seinen „umstrittenen“ Ansichten über geschichtliche Wahrheiten erklärt er: „Die
Judenverfolgung war ein Verbrechen und jeder einzelne Mensch, der verfolgt und
getötet wurde, war einer zuviel. Das lässt sich nicht schön reden – das
versuche ich auch gar nicht. Auf der anderen Seite sehen wir uns heute vor dem
Problem, dass es unglaublich viele Parallelen zwischen dem Nazi-Deutschland und
unserem heutigen Deutschland gibt. Gerade die Tabuisierung des
Nazi-Deutschlands aber lähmt uns heute, diese Parallelen wahrhaben zu wollen,
denn jeder solche Versuch wird gerne sofort als ‚Relativierung des Holocausts’
fehlinterpretiert. Auch aus diesem Grunde wäre es wichtig gewesen, eine
neutralere Sichtweise in Bezug auf die Deutsche Geschichte an den Tag zu legen,
und nicht jeden, der eine Meinung gegen den Mainstream hat, sofort als Nazi zu
brandmarken.“

Oder als Homophoben. Oder als Frauenfeind. Merke:
Meinungsverbote und Einschüchterungen gegenüber den (vermeintlichen) Minderheiten funktionieren
nur solange, wie die eigentliche Parallele zur Politik der Nazis vernebelt
wird. Was damals mit Einschüchterung und Meinungsverboten begann, endete im
Massenmord.

Ähnlich wie den traditionalistischen Pius-Katholiken erging
es zuletzt auch den ebenso konservativen evangelikalen Christen. Der Journalist
Christian Dorn berichtete im Mai 2008 für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“
vom Christival in Bremen: „Das Fest junger evangelikaler Christen warb im Titel
mit der Losung Jesus bewegt. Wie zum Beweis, dass Christus zu allen Menschen
kommt, fühlte sich auch ein Bündnis von Linken, Schwulen und Lesben
angesprochen. Bereits im Vorfeld hatten die Proteste – unterstützt durch die
Denunziationen Volker Becks – das Christival als homophobe Veranstaltung zu
diffamieren versucht. Obschon das skandalisierte Seminar des Deutschen
Instituts für Jugend und Gesellschaft mit dem Titel ‚Homosexualität verstehen –
Chancen zur Veränderung’ zurückgezogen worden war, hielten die Proteste bis zum
Ende des christlichen Jugendkongresses an. In Sichtweite der zubetonierten  Bürgerweide, auf der die „Schäfchen des Herrn“
zur Eröffnung des Christival versammelt waren, hatte sich der Schwarze Block
eingefunden. Sein Treffpunkt war das Kulturzentrum Schlachthof, das
ursprünglich ebenfalls Räumlichkeiten für das Christival zur Verfügung
gestellt, diese aber später gekündigt hatte. Etwa dreihundert Personen
wetterten via Megaphon gegen das Christival und brachen zu einem
Demonstrationszug auf. Als sei es ein Zeichen, verdüsterte sich im gleichen
Augenblick der Himmel über Bremen. Minuten später stürmte eine Gruppe von 60
bis 80 sogenannten Autonomen über zwei Absperrungen hinweg auf das Festgelände.
Durch den Angriff, bei dem auch Feuerwerkskörper flogen, wurden ein Polizist
und eine Besucherin verletzt, zwei Linksextremisten wurden vorübergehend
festgenommen.“

Im Mai dieses Jahres war es der Marburger Kongress für
Psychotherapie und Seelsorge, der mit einem Großeinsatz der Polizei vor Homoaktivisten
geschützt werden musste. Erneut berichtet Christian Dorn: „Gegen die
Veranstaltung hatten verschiedene schwul-lesbische sowie antifaschistische
Verbände und Personen polemisiert und mobilisiert, unter ihnen der Lesben- und
Schwulenverband Deutschlands sowie der Schwulenaktivist Volker Beck von den
Grünen. Letzterer hatte den Veranstaltern vorgeworfen, auf die Camouflage der
Homo-Umpoler hereingefallen zu sein. Gemeint waren die Referenten Markus
Hoffmann von der Selbsthilfeorganisation Wüstenstrom und die Ärztin Christl
Vonholt, Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft. Obgleich
die Angefeindeten nach einem Treffen mit dem LSVD dargelegt hatten, dass sie ‚Homosexualität
nicht als Krankheit verstehen und nicht für therapiebedürftig halten’, ‚niemanden
manipulieren oder gar umpolen’, sondern Betroffene lediglich ergebnisoffen
beraten wollten, nahm die Kritik nicht ab. Selbst der Hinweis der Veranstalter,
dass sich die Betreffenden während des Kongresses überhaupt nicht zum Thema
Homosexualität äußern werden, konnte die aufgebrachten Kongress-Gegner nicht
besänftigen. An Christi Himmelfahrt hatte ihr Aktionsbündnis deshalb zu einer
Demonstration aufgerufen, die unter der Losung ‚Kein Raum für Sexismus,
Homophobie und religiösen Fundamentalismus’ stand und deren Ziel es war, den
Kongress zu verhindern.“ Das, berichtet Dorn, „gelang nicht, dennoch gab es
spürbare Behinderung. So waren die knapp tausend Teilnehmer des Kongresses
gezwungen, mehrfach die Veranstaltungsräume zu wechseln. Geradezu konspirativ
wurde täglich der neue Seminarort bekanntgegeben. Zudem wurden die Teilnehmer
zu ihrer eigenen Sicherheit aufgefordert, ihre Namensschilder bei Verlassen des
Kongresses abzunehmen. Einige Referenten sollen Personenschutz in Anspruch genommen
haben. Daneben gab es zahlreiche Schmierereien. Hierzu zählte die Zeichnung
eines ans Kreuz genageltes Schweins. Nicht weniger deutlich waren die Banner,
die auf der tausendköpfigen Demonstration getragen wurden. Die Gruppe Radical
Homos aus Göttingen trug ein Transparent, das eine bizarre Sexualpraktik
propagierte: ‚Christen fisten!’ Kaum zurückhaltender waren die Sprechchöre.
Dazu passte auch das Meer von Luftballons, die neben den Erwachsenen und
Jugendlichen auch Kleinkinder trugen: ‚Wenn ich einmal groß bin, werde ich
lesbisch’, stand darauf.“

Homosexuelle als Opfer? Die Realität sieht heute anders
aus. In Berlin-Schöneberg, wenige Meter entfernt vom U-Bahnhof Nollendorfplatz,
wurde der Eigentümer der Eisdiele Dolce Freddo wochenlang schikaniert. Immer
wieder stellten sich halbnackte Männer vor seinen Laden, Hunderte von ihnen
knutschten wild und minutenlang miteinander, stießen obszöne Laute aus,
behindern Kundschaft am Zutritt oder äußern Beleidigungen. Irgendwann kam die
Polizei. Nicht um dem entnervten Italiener zu helfen, sondern um dessen
Personalien aufzunehmen und wegen Verstoßes gegen Antidiskriminierungsgesetze
zu ermitteln. Die Presse hatte bereits seit Tagen mobil gemacht – gegen den
Eisverkäufer. In fast allen Blättern wurde seine Eisdiele angeklagt und meist
mit genauer Anschrift dem Mob zur Hetzjagd freigegeben – der „Spiegel“ fügte
noch hinzu, man solle die Eisdiele nicht mit einer in der Nähe befindlichen
Pizzeria gleichen Namens verwechseln, denn deren Eigentümer sei politisch sehr
in Ordnung.

Was Eisverkäufer Paolo Savaris „verbrochen“ hatte? Er
wollte vor einiger Zeit ein dauerknutschendes Frauenpärchen nicht bedienen,
weil er dieses Bild seiner oft sich im Kindesalter befindlichen Kundschaft
nicht zumuten wollte. „Nachdem die beiden Frauen etwa 20 Minuten lang geküsst
und gelutscht hatten, habe ich sie gebeten, zu gehen – aus Respekt den anderen
Gästen gegenüber“, so  Savaris. Die
Vorwürfe, „schwulen- und lesbenfeindlich“ zu sein, weist er von sich. „Das ist
alles ein Alptraum. Ich arbeite seit 25 Jahren inmitten von Schwulen und
Lesben.“ Und gegen diese habe er überhaupt nichts. Dann sagt er noch: „Wenn
etwas falsch gelaufen ist, entschuldige ich mich dafür.“ Doch die Hasskampagne
einer gut organisierten, gesetzlich bevorzugten und geschützten Szene,
unterstützt von Presse und Polizei in Berlin, ist kaum mehr zu stoppen. Gnade
kann der Eisverkäufer in Deutschland im Jahr 2009 von keiner Seite erwarten.

Die Beispiele aus Bremen, Marburg und Berlin machen
deutlich, dass es eng wird für die Meinungsfreiheit in Deutschland. Unkorrekte
Unternehmer, Kongresse, Festivals und ganze Glaubensgemeinschaften sollen mit
allen Mitteln an ihrem Auftreten gehindert oder ganz verboten werden. Stets
vorneweg marschiert als personifizierte Intoleranz der Grüne
Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der – erste Ironie der Geschichte – in
anderen Ländern gerne Toleranz gegenüber der eigenen Anschauung einklagt. Das Ziel
seiner oft militanten Freunde hierzulande ist die Unterdrückung jedweder Kritik
an den eigenen sakrosankten Glaubenssätzen.

Zu diesen zählt zum Beispiel – zweite Ironie der
Geschichte –, dass ausgerechnet Homosexualität genetisch bedingt und angeboren
sein soll. Wo politisch korrekte Hohepriester sonst stets etwa genetisch
bedingte Intelligenzunterschiede vehement bestreiten, bestehen sie nun auf
angeboren schwule Babys. Dabei ist auch diese Frage wissenschaftlich alles
andere als unumstritten. Dr. Ray Blanchard etwa, Psychologe am Centre of
Addiction and Mental Health in Toronto, berichtete dem Magazin „New Scientist“,
dass jeder ältere Bruder eines Mannes die Wahrscheinlichkeit um 33 Prozent für
letzteren erhöht, schwul zu werden.

Nicht nur die Gründe für Homosexualität werden heute
tabuisiert. Auch die Ursachen für die Homosexuellenkrankheit Aids sind nicht
mehr offen diskutierbar. Der Molekularbiologe Prof. Peter Duesberg ist mit
vielen seiner Forscherkollegen der Überzeugung, dass Aids eine chemische
Krankheit beziehungsweise eine Lifestyle-Konsequenz aus Drogenkonsum und
afrikanischer Mangelernährung sei. Der ausgewiesene Fachmann wird als „Aidsleugner“
diffamiert und ein wissenschaftlicher Diskurs mit ihm wurde bis heute
erfolgreich verhindert. Natürlich wird auch er gerne als Schwulenfeind
verleumdet. Auf die Frage, wie man ihn per Email kontaktieren könne, antwortet
er selbstironisch gerne: „Sie finden mich leicht über Google. Suchen Sie unter
Homophobie!“

Von Duesberg erfährt man auch, dass die gewaltige Macht
der Homoaktivisten nicht nur auf religiöse Anwandlungen sowie auf Staatsgewalt
beruht, denn, so der berufsbedingte Kenner der Szene: „In den USA gibt es heute
mehr Aidshilfeorganisationen als Aidspatienten…“

Ähnlich wie in den anderen Bereichen der neuen Religion
der Politisch Korrekten ist die konsequente Diffamierung der Ungläubigen Teil der
totalitären Strategie eines staatlich alimentierten wirtschaftlichen Imperiums.
In Analogie zur „Antifa“ gibt es Internetseiten, deren selbstgestellte Aufgabe
es ist, allerorten akribisch „Homophobie“ zu wittern und entsprechend „die
Bösen“ wie etwa Professor Duesberg namentlich anzuklagen und „unmöglich zu
machen“. Es dauerte nur wenige Stunden, da war auch Philipp Gut auf einer
solchen Seite „überführt“. Doch selbst den Aktivisten scheint ihr unablässiges Schimpfreden
langsam unheimlich zu werden.

Der selbst offenbar schwule „Martin 783“ schreibt in
einem Homosexuellenforum, bezugnehmend auf die reflexartige Verurteilung des
Artikels in der „Weltwoche“: „Es macht ein wenig den Eindruck, als ob Du ihm
notorisch Homophobie vorwerfen willst. Ich glaube aber, dass Du seinem Artikel
damit nicht gerecht wirst.“ Martin fügt an: „Bedauerlicherweise hat die
Bekenntnisgemeinschaft den Umschlagspunkt nicht erkannt, an dem aus der
Öffentlichmachung um der Gleichstellung eine Öffentlichmachung um der Selbstdarstellung
Willen geworden ist. Es liegt nahe, gerade in dieser narzisstischen Nabelschau
eine Ursache für das Wiedererstarken von Homophobie in Teilen der Gesellschaft
zu sehen.“

Schwulsein, so Martin, „sollte eine Privatsache sein, die
nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder
diskret behandelt wird. Das heißt, dass man seine sexuellen Neigungen
sorgfältig von politischen Statements unterscheidet und sich nicht mit dem
Gestus des Bekenners selbst stilisiert.“ Martin ergänzt: „Es ist nicht in
Ordnung, wenn man bei Homosexuellen in erster Linie nicht das Paar, nicht deren
Liebe, sondern die sexuelle Orientierung sieht. Das ist aber wenig
verwunderlich, wenn die Öffentlichkeit wochenlang mit der Präsentation dieser
sexuellen Orientierung konfrontiert wird – und nur daran entzündet sich Guts
Artikel. Schwule sollten ihr Schwulsein nicht unterdrücken, aber sie sollten es
dort ausleben, wo es hingehört und wo auch Heterosexuelle ihr Heterosexuellsein
ausleben. Und das ist eben nicht die Öffentlichkeit.“

Und dann lässt der schwule Martin im Homophobieforum
jeden Rest an politischer Korrektheit sausen: „Es liegt natürlich nahe,
derartige Argumente“ – gemeint ist Martins Angst davor, dass das intolerante
Auftreten der Homoaktivisten selbst am Ende für Schwulenfeindlichkeit sorgen
könnte – „mit dem Hinweis auf ihre Dreistigkeit wegzufegen. Dass sie oft genug
in Zusammenhängen geäußert werden, die noch erheblich heikler sind als
Homophobie (z.B. Antisemitismus), macht es nicht gerade leichter, sie
vorzubringen. Man könnte es aber auch anders ausdrücken: Eine politische und
gesellschaftliche Präferenz für bestimmte Gruppen schürt Neid und Aggression in
anderen, sich benachteiligt sehenden Gruppen. Wahrscheinlich wirst Du die
öffentliche Präferenz für Schwule bestreiten, nur bin ich da mit Gut anderer
Ansicht, und finde es moralisch bedenklich, wenn Schwule und Lesben positive
Diskriminierung nicht nur ausnutzen, sondern auch noch rechtfertigen und die
Kritik daran als dreist bezeichnen. Affirmative Action ist bis zu einem
bestimmten Punkt sicher notwendig, wird jenseits dieses Punktes aber nicht nur
überflüssig, sondern gefährlich. Dieser Punkt ist in meinen Augen im Falle der
Homosexualität überschritten – übrigens auch bei Frauen“.

Die politisch korrekten Aktivisten der Schwulenszene sind
von Hause aus fortschrittsgläubig. Sie interpretieren die Geschichte als
Einbahnstraße in Richtung Befreiung. Insofern können sie sich vermutlich nicht
vorstellen, dass – wirtschaftlich schwierige und voraussichtlich politisch
ereignisreiche Zeiten stehen uns allen bevor – das Pendel des Zeitgeists auch
wieder einmal umschlagen könnte. Sie vergessen deshalb leicht: Die zum Kult
erhobene Homosexualität ist historisch eher die Ausnahme. Die klerikalkonservative
Restauration der Adenauerzeit war nicht zuletzt eine Antwort auf den körperbetonten
und alles politisierenden Zeitgeist der Revolutionäre um Ernst Röhm und die Wandervögel. Darauf folgte
die Verteufelung dieser betont privatisierenden 50er Jahre und damit etwa auch
der heutigen Piusbrüder und anderer Konservativer als deren Wiedergänger durch das Regiment der
Achtundsechziger. Programm war nun die Politisierung alles Privaten, nicht
zuletzt auch der Sexualität – wir sehen heute die Spätausläufer dieser Bewegung
in Gestalt der Religion der Politisch Korrekten.

Es gibt zahlreiche Schwule, die das immer totalitärere
Treiben von Beck und Co. mit großer Sorge betrachten. Auch unter ausgewiesenen
Konservativen – und wie Insider Martin Lichtmesz in der „Sezession“ verrät: „unter
ihnen die besten Köpfe“ – sind erstaunlich viele Homosexuelle zu finden.
Entgegen landläufiger Meinung verteidigen diese Autoren auch in konservativsten
Organen Freiheitsrechte für Homosexuelle, sofern und wo diese bedroht werden.
Doch die pseudoreligiöse Form öffentlich praktizierter Bekenntnishomosexualität
ist ihnen nicht zuletzt auch deshalb zuwider, weil sie den Gang der Geschichte
nicht gar so optimistisch betrachten.  

Und was die Auffassung jedes vernünftigen Liberalen
betrifft, so sagt stellvertretend Philipp Gut, „Schwulsein“ sei „eine
Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit
endlich wieder diskret behandelt“ werden solle: „Man läuft ja auch sonst nicht
dauernd mit offenem Hosenladen herum.“

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11/12/2011 - Posted by | ALLE | , , ,

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